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beurtheilcnd, unbedenklich das Böse thun, um damit am Endeetwas Gutes zu wirken."
„Die Ketzer haben ihre gewöhnlichen Künste bei dir an-gewandt, mein Sohn," versetzte der Abt. „Sie möchten unsgern die Möglichkeit rauben, behutsam und im Geheimen zuwirken, während ihre Uebcrmacht uns verwehrt^ mit ihnen aufdem Fuße der Gleichheit zu kämpfen. Sie haben uns in einenZustand der Erschöpfung versetzt und möchten nun gern dieMittel verbieten, durch welche die Schwäche auf allen Stufen derNatur den Mangel der Kraft ersetzt und sich gegen mächtigeFeinde verthcidigt. Gerade so könnte der Hund zum Hasensprechen: mache keine solche listige Wendungen, um mir zu ent-rinnen, sondern lasse dich in offenen Kampf mit mir ein, —wie der bewaffnete und mächtige Ketzer vom niedergetretenenund niedergehaltenen Katholiken begehrt, er solle die Klugheitder Schlange bei Seite legen, durch welche allein er hoffenkann, das Jerusalem wieder aufzurichten, über welches er weintund dessen Wiederaufbau seine Pflicht ist. Doch mehr hiervonspäter. Jetzt, mein Sohn, gebiet' ich dir bei deinem Glau-ben, mir treu und ausführlich zu berichten, was du erlebthast, seitdem wir uns zum letzten Mal gesehen haben, undwelches der gegenwärtige Zustand deines Gewissens ist. DeineGroßmutter, unsere Schwester Magdalene, ist ein Weib vonhohen Gaben, voll von einem Eifer, den weder Zweifel nochGefahr zu dämpfen vermögen; doch ist ihr Eifer nicht immerverständig. Darum, mein Sohn, möchte ich selber dich erfor-schen und bcrathen in diesen Tagen der Finsterniß und der List."
Mit der seinem ersten Lehrer schuldigen Ehrfurcht erzählteRoland Graeme rasch die Vorfälle, mit denen der Leser bekanntist. Auf der einen Seite verhehlte er dem Prälaten nicht denEindruck, welchen die Gründe des Predigers Hcnderson aus