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5 (1851) Der Abt
Entstehung
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dann muß ich meinen Jrrthum wo möglich gut zu machensuchen."

Also Ihr haltet mich für einen ganz Unbekannten?"fragte der Dicnstmann.Betrachtet mein Gesicht aufmerksamer,und sehet, ob die Züge nicht denen eines Mannes gleichen, derEuch früher sehr wohl bekannt war."

Roland betrachtete ihn genau, allein seine Erinnnerungcnwollten gar nicht zu der gemeinen Knechtsklcidung stimmen,welche er an dem Manne sah, so daß er Anstand nahm, dieMeinung auszudrückcn, die sich bei ihm bildete.

Ja, mein Sohn," sprach der Unbekannte, als er die'Verlegenheit des Jünglings bemerkte,Ihr seht wirklich denunglücklichen Vater Ambrosius vor Euch, welcher einst als seinherrlichstes Werk betrachtete, Euch vor den Schlingen derKetzerei zu bewahren, und der jetzt vcrurtheilt ist, Euch alseinen Verlornen zu beweinen."

Rolands Herzlichkeit war mindestens seiner Lebhaftigkeitgleich. Seinen ehemaligen verehrten Lehrer und geistlichenFührer in einer Lage zu sehen, welche auf einen so traurigenGlückswechsel schließen ließ, war mehr, als er ruhig ertragenkonnte. Er warf sich ihm zu Füßen, umfaßte seine Knice undmeinte laut.

Was bedeuten diese Thränen, mein Sobn?" fragte derAbt.Werden sie für Eure eigenen Sünden und Thorheiten ver-gossen, dann sind sie-gnadenreiche Regen und mögen Euch sehrzum Heil gereichen. Rinnen sie aber um meinetwillen, danntrocknet sie' nur. Ihr seht allerdings den Obern der Brüder-schaft von S. Marien in der Tracht eines armen Soldners,der seinem Herrn den Gebrauch seiner Klinge und seines Schil-des, im Nothfall auch sein Leben verkauft für eine grobe Livree,und für vier Mark das Jahr. Aber ein solches Gewand ist der