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5 (1851) Der Abt
Entstehung
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Der Kammerjunker überhörte dass Ende des gelehrten Sinn-spruches oder die Andeutung, welche der Kämmerer ihm gab,in der Nähe zu bleiben, für den Fall, daß die Wagen uner-wartet früh eintrcffen sollten. Denn er war gleich sehr begierig,seinen gelehrten Gesellschafter los zu werden und seine Neugierin Betreff der unbekannten Jungfer zu befriedigen. Doch aufdem eiligen Gang nach ihr hatte er noch Besonnenheit genug,zu erwägen, daß er, um sich die Gelegenheit zu einer Unter-haltung mit ihr nicht zu verderben, sie durch seine Annäherungnicht in Unruhe versetzen dürfe. Er nahm also eine ruhige Hal-tung und einen gemessenen Schritt an, ging zuversichtlich andrei oder vier jungen Landleutcn vorbei, welche dieselbe Absicht,wie er, hatten, aber ihr Ansuchen nicht so gut vorzubringenwußten, und erklärte ihr, daß er, als Stellvertreter des ver-chrungswürdigen Kämmerers, sich die Ehre ihret Hand zumLanze erbitte.

Der verehrungswürdige Kämmerer," sprach die Jungferungezwungen, indem sie dem Kammerjunker die Hand reichte,thut sehr wohl daran, diesen Theil seines Vorrechts durcheinen Stellvertreter auszuüben, und ich denke, die Gesetze desFestes lassen mir keine andere Wahl, als seinen getreuen Stell-vertreter anzunehmen."

Vorausgesetzt, schöne Jungfrau," cntgegncte Roland,daß die Wahl, welche er getroffen hat, Euch nicht geradezumißfällig ist."

Darüber, schöner Herr," erwiderte das Mädchen,wol-len wir weiter sprechen, wenn wir den erste» Tanz gemachthaben."

Katharine Seyton besaß ausgezeichnete Geschicklichkeit imLanzen, und ihre Kunst wurde zuweilen zur Unterhaltung ihrerGebieterin in Anspruch genommen. Roland Graeme hatte ihr