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5 (1851) Der Abt
Entstehung
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II

bei solchen Gelegenheiten oft zugesehen und zuweilen hatte erselber auf Befehl der Königin mit ihr ranzen müssen. Erkannte also genau ihre Weise zu tanzen. An seiner gegenwär-tigen Tänzerin nun bemerkte er, daß sie in Anmuth, Bewcg-lichkcir, Gehör und Laktmäßigkcit vollkommen dem Kammer-fräulein glich, abgesehen davon, daß der schottische Hopser,welcher jetzt getanzt wurde, eine heftigere und schnellere Bewe-gung erforderte, als die gemessenen Pavanen, Lavoltcn und ^Curanto's, welche er sie in dem Zimmer der Königin hatte tan-zen sehen. Das Geschäft des Tanzes ließ ihm wenig Zeit zurUcbcrlegung und keine zum Nachdenken. Als aber der pus-lle--leux, unter dem Beifallruf der Dorfbewohner, welche seltenein solches Lanzen gesehen, beendigt war, und sie den Platzeinem anderen Paar abtraten, machte er Gebrauch von seinemRecht als Tänzer und knüpfte ein Gespräch mit dem gehcim-nißvollcn Mädchen an, welches er an der Hand hatte.

Schöne Tänzerin, dürfte ich nicht um den Namen Derenbitten, die mir so viel Ehre erwiesen hat?"

Das dürft Ihr," antwortete die Jungfer;aber cs istdie Frage, ob ich die Bitte gewähre."

Und warum?" fragte Roland.

Weil Niemand Etwas für Nichts gibt, und weil Ihrmir für das, was ich Euch sagen soll, Nichts Eurerseitssagen könnt, was ich hören möchte."

Könnt' ich Euch nicht meinen Namen und meine Abkunftsagen, dafiw daß Ihr mir die Eurigc sagt?" fragte Roland.

Nein," antwortete das Mädchen;denn Ihr wißt vonBeidcm wenig."

Wie so?" fragte der Kammerjunker ärgerlich.

Zürnt nicht deshalb," crwiedertc die Jungfer.Ich will