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5 (1851) Der Abt
Entstehung
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selben Streich gespielt haben sollte. Dies Mal jedoch beschloßer der Sache auf den Grund zu gehen, und darum saß erwährend der letzten Hälfte des Schauspiels da, wie ein Wind-hund an der Leine, bereit, auf den Hasen zu springen, so wiederselbe aufgescheuchc sei. Die Jungfer, welche er so aufmerk-sam beobachtete, damit sie ihm nicht in dem Gewühl bei Been-digung des Schauspiels aus den Augen käme, saß da, alsmerkte sie durchaus nicht, daß sie beäugclt wurde. Der wür-dige Doctor hingegen sah wohl, wohin des KammerjunkcrsAuge gerichtet war, und unterdrückte großmüthig. das Verlan-gen, der Theseus dieser Hippolyt« zu werden, um dem Gast-recht zu Liebe der Lust seines jungen Freundes kein Hindcrnißin den Weg zu legen. Ein paar Mal witzelte er über die un-verwandte Aufmerksamkeit des Kammcrjunkers auf die Unbe-kannte und über seine eigne Eifersucht, und bemerkte, daß wennsie Beide zu gleicher Zeit der Patientin dargcboten würden,diese vermuthlich den jüngeren Mann für das heilsamere Nccepthalten würde.Ich fürchte," fügte er hinzu,wir werde»so bald noch keine Nachricht von dem Schelm Auchtermuchtybekommen, denn das Geschmeiß, welches ich nach ihm geschickthabe, scheint es zu machen, wie der Rabe, den Noah aus derArche fliegen ließ. Sonach, Herr Kammerjunker, bleiben Euchzwei Stunden zur Verfügung. Das Schauspiel ist zu Ende,die Spielleutc spielen auf. Habt Ihr Lust zu tanzen t Da istder Nasen, und dort ist Eure Tänzerin. Ich denke, Ihr wer-det mich für fest in der Diagnose halten, da ich mit halbemBlick sehe, an welcher Krankheit Ihr taborirt und da ich Eucheine so angenehme Arznei gebe. liiseernit sapiens res, (wieChambers sagt) «pias conlumflt aselins. "*)

') Wohl unterscheidet der Weisere das, was ein Esel verwirret