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5 (1851) Der Abt
Entstehung
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lichen Aufmerksamkeit zu empfehlen. Roland, dem selbst herGedanke einer solchen Darstellung, so kunstlos sie auch seinmochte, völlig neu war, schaute mit demselben stets gleichenEntzücken zu, wie Menschen jeden Standes zum ersten Maleeiner Bühncnvorstellung beiwohnen, und lachte, jubelte undklatschte während des Stücks, bis endlich ein eigner Umstandseine Theilnahme von demselben ablenktc.

Eine der Hauptpersonen des komischen Theils des Stückeswar ein Bcttelmönch oder Ablaßkrämer, einer von denen, diemit wahren oder vorgeblichen Reliquien im Lande umherzogen,um die Frömmigkeit und Mildthätigkeit des gemeinen Volks inAnspruch zu nehmen, und welche gewöhnlich die eine wie dieandere mißbrauchten. Die Heuchelei, Unverschämtheit und Lieder-lichkeit dieser geistlichen Landstreicher waren der Gegenstand desSpottes gewesen von Chaucer bis auf Heywood. Der gegen-wärtige Darsteller faßte in dieser Weise seinen Character auf,zeigte Schweineknochcn als Reliquien, pries die Kraft kleinerzinnerner Kreuze, welche in der heiligen Suppenschüssel zuLoretto geschüttelt, von Muscheln, die von S. Jakob von Com-postella gebracht worden waren, und verkaufte den gläubigenKatholiken all' diesen Kram fast eben so theucr, wie heutzutageAlterthümler Tand von demselben inneren Werth bezahlen.Endlich zog der Ablaßkrämer aus seiner Tasche ein Ärzneigläs-chen mit klarem Wasser, und pries dessen Kraft in folgendenVersen:

Hört zu, ihr guten Leute da!

Im Laude Babylvnia

Weit ostwärts liegt's am End' der Weit,Vom ersten Morgenstrahl erhellt,

Wenn auS der See die Sonn' auisteigt,In diesem Lande, wie mir däucht,