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5 (1851) Der Abt
Entstehung
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Well unterrichtet und witzig, und ich, dem diese Vortheile ab-gehcn, bin meiner Sache sicher wie in einem festen Lhurme-Warum sollten wir nicht einige Zeit darauf verwenden, zuentdecken, wer von uns in dieser wichtigen Sache Unrecht hat?"

Nein," sprach die Königin,ich habe mich nie für starkgenug ausgegcben zu einem Kampfe en clmmp clu» mit einemGelehrten und Polemiker. Ueberdem standen wir in dem Kampfenicht auf gleichem Fuße. Ihr, Herr, könntet Euch zurückziehen,wenn Ihr merktet, daß das Gefecht sich zu Eurem Nachtheilewendete; ich dagegen bin an den Pfahl angebunden, und darf nichtsagen, ich bin des Streites müde. Ich möchte in Ruhe bleiben."

Sie machte eine tiefe Verneigung gegen ihn. Hcnderson,dessen Eifer glühend war, aber nicht so weit ging, die Rücksich-ten des Zartgefühls bei Seite zu setzen, verbeugte sich und sprachzum Abschied:Ich wollte, mein lebhafter Wunsch, mein eifri-ges Gebet könnte ebenso leicht Ew. Durchlaucht irgend einenSegen oder eine Freude verschaffen, vornehmlich aber das, worinallein Segen und Freude ist, wie die leiseste Andeutung EuresWunsches mich aus Eurer Gegenwart entfernen kann."

Er war im Begriff wcgzugehen, als die Königin ihn noch-mals mit Höflichkeit anredete:Thut mir nicht Unrecht inEuren Gedanken, guter Herr. Sollte mein Aufenthalt hier sichverlängern was ich nicht hoffe, denn entweder werden, denk'ich, meine empörten Untertyancn in sich gehen, oder meine Ge-treuen die Oberhand gewinnen aber sollte mein Aufenthalthier sich verlängern, so wird es mir vielleicht nicht unlieb sein,einen Mann anzuhören, der so vernünftig und theilnehmcndzu sein scheint, und vielleicht werde ich es dann darauf ankom-men lassen, daß Ihr die Achsel über mich zuckt, wenn ich michbemühe, mich der Gründe zu entsinnen und zu bedienen, welcheSchulweise und Concilien für den mir inwohnenden Glauben