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5 (1851) Der Abt
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dieser guten Frau, als Uns, zu Befehl stehen. Jedenfalls gebenWir gern Unsere Einwilligung, daß er ihren Auftrag besorge.Mit Unserem Willen möchten wir kein lebendes Wesen zu derGefangenschaft verurtheilcn, die Wir selber zu erdulden haben."

Freilich, Madame," bemerkte der Prediger;ohne Zweifelist es dem Menschen natürlich, unwillig zu sein über sein Gc-fängniß. Doch haben Manche gefunden, daß die im Hause zeit-licher Gefangenschaft zugcbrachte Zeit angewandt werden kannzu unserer Befreiung von geistlicher Sklaverei."

Ich verstehe Euch, Herr," versetzte die Königin.Aberich habe Euren Apostel, ich habe den Meister Johann Knoxgehört! Sollte ich schlechterdings auf den Irrweg gebrachtwerden, so möchte ich denn doch dem geschicktesten und kräftig-sten der Ketzcrhäupter die armselige Ehre überlassen, die etwadurch Ucberwältigung meines Glaubens und meiner Hoffnungzu erwerben wäre."

Madame," sprach der Prediger,nicht an die Gaben undan die Geschicklichkeit der Ackerleute knüpft Gott das Gedeihen.Die Worte, welche vergebens von Dem, welchen Ihr mit RechtUnfern Apostel nennt, unter dem Geräusch und den Lustbarkeiteneines Hofes vorgetragen worden sind, mögen vielleicht besserenEingang finden in der Muße, welche dieser Ort zum Nachdenkengewährt. Eott weiß es, gnädige Frau, daß ich in Einfalt desHerzens rede und daß ich mich eben so wenig mit den unsterb-lichen Engeln vergleichen möchte, als mit dem heiligen Manne,welchen Ihr genannt habt. Doch wolltet Ihr Euch herablassen,zum edelsten Gebrauch diejenigen Gaben und diejenige Geistesbil-dung anzuwenden, welche Euch Niemand abspricht, wolltet Ihruns nur die geringste Hoffnung geben, daß Ihr anhören und beach-ten würdet, was gegen den blinden Aberglauben und den Götzen-dienst, in welchem Ihr auferzogen worden seid, vorgebracht wer-