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nem Meister Knox sehe ich nichts Abschreckendes in dem Gesichteeiner schönen Frau."
„Mein Sohn," sprach die Frau von Lochleven, „erkältenicht des guten Mannes Eifer. Laß ihn den Auftrag a» dieseunglückliche Fürstin ausrichten."
„Sehr gern und lieber, als ihn selber ausrichten," versetzteGeorg Douglas. Doch schien ein gewisses Etwas in seinem We-sen seinen Worten zu widersprechen.
Also ging der Prediger mit Roland nach den Gemächernder Königin, ließ sich anmelden und wurde vorgelaffen. Erfand sie in Gesellschaft ihrer Frauen, beschäftigt mit ihrer täg-lichen Stickarbeit. Die Königin empfing ihn mit der Höflichkeit,welche sie in der Regel gegen Alle bewies, die ihr näheren, undder Geistliche war augenscheinlich weniger unbefangen, als ersich vorgestellt hatte, bei Eröffnung seiner Botschaft: „Mögees Ew. Durchlaucht gefallen, — die gute Frau von Lochlcven — "
Er hielt inne und Maria bemerkte lächelnd: „Meiner
Durchlaucht würde es in der That wohl gefallen, wenn die Frauvon Lochlcven Unsere gute Frau wäre. Aber fahrt fort. Wasist der Wille der guten Frau von Lochlcven?"
„Sie wünscht, Madame," antwortete der Kaplan, „daßEw. Durchlaucht diesem jungen Herrn, Eurem KammerjunkerRoland Graeme, »erstatten möge, nach Kinroß zu fahren, umHausgeräth und Tapeten zu besorgen, welche zu besserer Aus-stattung von Ew. Durchlaucht Gemächern hergeschickt wordensind."
„Die Frau von Lochleven," versetzte die Königin, „machtunnöthige Umstände, indem sie Unsere Erlaubniß nachsucht fürDinge, deren Verfügung ihr freisteht. Wir wissen wohl, daßder Dienst dieses jungen Herrn bei Uns nicht so lange verstattetworden wäre, wenn man nicht gedacht hätte, er würde mehr