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5 (1851) Der Abt
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Sorge dafür, mein Sohn," sprach die alte Frau.DieBedenklichkeit des jungen Menschen ist achtungswerth."

Verzeiht, Madame," sprach Douglas in gleichgültigemTone,ich möchte mich gar nicht gern so früh bei ihr eindrängcn.Es mochte ihr mißfallen, und mir ist ein solches Geschäft über-haupt nicht angenehm."

Und ich," cntgegnete die Burgfrau,habe keine Lust,mich zur Zielscheibe ihre» bösartigen Witzes machen zu lassen,wenn auch ihr Betragen in der letzten Zeit etwas sanfter ge-wesen ist."

Mit Eurer Erlaubniß, Madame," sprach der Kaplan,möchte ich selber Euer Ansinnen der Königin vortragcn. Wäh-rend meines langen Aufenthaltes in diesem Hause hat sie sichnicht herabgelassen, mich zu sprechen oder meine Lehre zu ver-nehmen. Und doch, so wahr ich wünsche, daß Gott meine Arbeitsegnen möge, hat hauptsächlich mein Eifer für das Heil ihrer Seeleund mein Wunsch, sie auf den rechten Weg zu bringen, michhierhergeführt."

Seht Euch vor, Meister Henderson," bemerkte Douglasin fast spöttischem Tone,daß Ihr Euch nicht unbesonnen ineine Unternehmung stürzt, zu der Ihr keinen Beruf habt. Ihrseid gelehrt und kennt das Sprichwort: Ke uocssssris in eon-rilium nisi vocatus. *) Wer hat dies von Euch verlangt?"

Der Meister, zu dessen Dienst ich berufen bin," antworteteder Prediger mit einem Blick nach oben;Er, der mir gebo-ten hat, eifrig zu sein zur Zeit und zur Unzeit."

Ihr seid vermuthlich nicht sehr mit fürstlichen Höfen be-kannt," fuhr der junge Edelknecht fort.

Nein, Herr," antwortete Henderson.Aber gleich mei-

Komm' nicht ungeruftn mit deinem Rath.