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5 (1851) Der Abt
Entstehung
Seite
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schenk.Also willst du uns nicht im Stiche lassen, wenn Mitteldargeboten werden, um eine ehrliche Entscheidung dieser Sachezwischen unserer befreiten königlichen Gebieterin und ihren re-bellischen Unterthanen herbeizuführen?"

Schöne Katharine," erwiderte der Kammerjunkcr,hörterst, was der Herr von Murray sagte, als er mich hierherschickte-"

Hört erst, was der Teufel sagte," siel das Mädchen ein,lieber, als was ein treuloser Untcrthan, ein treuloser Bruder,ein treuloser Rathgeber, ein treuloser Freund sagte! Ein Mensch,der ursprünglich weiter Nichts hatte, als einen kleinen Gnaden-gehalt von der Krone, der aus dieser seiner Niedrigkeit empor-gehoben ward zur Stelle eines ersten Rathgebcrs und Gnadcn-vertheilers, ein Mensch, bei dem Rang, Vermögen, Titel, Ein-fluß, Macht aufwuchs, wie ein Pilz, lediglich durch das Wohl-wollen der Schwester, die er zum Dank dafür in diesen trüb-seligen Ort eingesperrt, die er zum ferneren Lohn abgesetzr hat,und die er, wenn er dürfte, ermorde» möchte!"

Ich denke nicht so schlimm von dem Grafen von Murray,"sprach Roland.Offen gesprochen," fügte er mit einem Lächelnhinzu,würde Bestechung erforderlich sein, um mich zu bestim-men, fest und mit rücksichtsloser Entschlossenheit mich für dieeine oder die andere Seite zu entscheiden."

Nun, wenn das Alles ist," rief Katharine in begeistertemTone,dann sollt Ihr belohnt werden mit Gebeten von unter-drückten Unterthanen, von der beraubten Geistlichkeit, von schwer-verletzten Großen, mit unsterblichem Ruhm bei der Nachwelt,mit Segenswünschen bei der Jctztwclt, mit einem herrlichenNamen auf Erden und mit Seligkeit im Himmel! Euer Va-terland wird Euch danken, Eure Königin wird Eure Schuldnerinsein, Ihr werdet Euch von der niedrigsten zur höchsten Stufe

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