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vcr Ritterschaft emporschwingen; — alle Männer werden Euchehren, alle Frauen werden Euch lieben, und ich, die ich so früh-zeitig schon mit Euch der Befreiung der Königin geweiht wordenbin — ich will — ja, ich will Euch mehr lieben, als — je eineSchwester ihren Bruder geliebt hat."
„Weiter! weiter!" flüsterte Roland, sich auf ein Knie nie-verlassend und ihre Hand ergreifend, welche sie im Eifer derRede gegen ihn ausstrcckte.
„Rein," sprach sie nach einigem Besinnen, „ich habe schonzu viel gesagt, — viel zu viel, wenn es mir nicht gelingt, —viel zu wenig, wenn es mir wirklich gelingt, Euch zu überreden.Aber es gelingt mir," fuhr sic fort, bemerkend, daß ihre Begei-sterung sich in seinem Antlitz abspiegclte, „es gelingt mir, odervielmehr cs gelingt dcr guten Sache durch ihre eigne Kraft —so weihe ich dich ihr." Mit diesen Worten brachte sie ihrenFinger der Stirn des erstaunten Jünglings nahe, ohne sie zuberühren, machte über dieselbe das Zeichen des Kreuzes, beugteihr Gesicht herab und schien den leeren Raum zu küssen, inwelchem sic das Zeichen gemacht hatte. Dann fuhr sie empor,machte ihre Hand aus der seinigen los und stürzte in das Ge-mach der Königin.
Roland blieb in der Stellung, wie das begeisterte Mädchenihn verlassen hatte, ruhend auf einem Knie, die Augen auf denFleck geheftet, wo so eben die Feengestalt Katharinens gestandenhatte. Waren seine Gefühle auch nicht die ungemischter Wonne»so enthielten sie doch jene Vereinigung von Lust und Schmerz— die überwältigendste Empfindung, welche das Leben in seinemBecher der Freuden und Leiden darbeut. Endlich stand er aufund entfernte sich langsam. An diesem Abend hielt Meister Hcn-derson seine beste Predigt wider die Jrrthümer des Papstthums;aber ich möchte nicht dafür stehen, daß der junge Proselyt seiner