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5 (1851) Der Abt
Entstehung
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würde.Abgesehen davon," sprach er;Ihr habt sie mir alsein Zeichen Eures persönlichen Wohlwollens angcboten."

Allerdings, schöner Herr; aber dies Wohlwollen galt demtreuen Unterthancn, dein gläubigen, frommen Katholiken, demWesen, welches zugleich mit mir feierlich zu derselben hehrenPflicht geweiht wurde, zu der Pflicht, wie Ihr wißt, der Kircheund der Königin zu dienen. Einer solchen Person, wenn Ihrje von ihr gehört habt, war ich zum Wohlwollen verbunden,nicht dem, welcher sich zu Ketzern gesellt, und im Begriff steht,ein Renegat zu werden."

Ich sollte kaum glauben, schönes Fräulein," versetzte Ro-land,daß die Wetterfahne Eurer Gunst sich lediglich nacheinem katholischen Wind dreht, in Betracht, daß sie so deutlichauf Georg Douglas zeigt, der, meines Wissens, ein Mann desKönigs und Protestant ist."

Denkt besser von Georg Douglas," sprach Katharine,als daß Ihr glauben solltet" Hier hielt sic inne, alshabe sie zu viel gesagt, und sprach dann weiter:Ich ver-sichere Euch, schöner Junker Roland, Allen denen, so Euchwohl wollen, ist es Leid um Euch."

Und deren Zahl ist, denk' ich, sehr gering," bemerkte Ro-landund deren Leid ist, wenn sie wirklich welches fühlen, nichttiefer, als eine Frist von zehn Minuten heilen kann."

Ihre Zahl ist größer," versetzte Katharine,und sie den-ken mit mehr Sorge an Euch, als Ihr zu bemerken scheint.Doch vielleicht sind sie im Jrrthum. Ihr könnt wohl am bestenin Euren eignen Angelegenheiten urtheilcn, und wenn IhrGold und Kirchengütern den Vorzug gebt vor Ehre und Treue,und vor dem Glauben Eurer Väter, warum solltet ihr häke-liger sein, als Andere"!"

Der Himmel sei mein Zeuge," sprach Roland,wenn ich in