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irgend einem Punkte eine abweichende Meinung habe, ich meine,wenn ich irgend Zweifel in Sachen der Religion hege, so ist diesFolge meiner Ucbcrzcugung und Eingebung meines Gewissens."
„Ja'wohl! Euer Gewissen, Euer Gewissen!" wiederholtesie spottend, „Euer Gewissen ist der Sündcnbock, und das einvortrefflicher. Er wird die Last eines der fettesten Stiftsgütcrvon St. Marien von Kennaquhair tragen, welche kürzlich un-serem edlen He'rn, dem König, hcimgcfallen sind, verwirkt vonAbt und Brüderschaft durch das schwere Verbrechen der Treuegegen ihre Gelübde, und jetzt zu vergebe» durch den Großmäch-tigsten Berräther u. s. w. Jakob, Grafen von Murray, an denguten Damenknappcn Roland Graeme für seinen treuen undfleißigen Dienst als Unterspion und Unterschließer in der Haftseiner rechtmäßigen Herrscherin, der Königin Maria."
„Mein Benehmen wird grausam von Euch mißdeutet,"sprach der Kammcrjunkcr, „wirklich grausam, Katharine.Gott weiß, ich möchte diese arme Frau mit Gefahr meinesLebens oder auf Kosten meines Lebens vertheidigen. Aber waskann ich thun? Was kann ich — was kann irgend ein Menschin der Welt für sie thun?"
„Viel kann gethan werden — genug kann gethan werden— Alles kann gethan werden — wenn nur die Menschen auf-richtig und ehrlich sind, wie die Schotten waren in den Tagenvon Bruce und Wallace. — O Roland, von welcher Unterneh-mung zieht Ihr jetzt Herz und Hand ab aus bloßem Wankcl-muthe und Mangel an Feuer!"
„Wie kann ich mich von einer Unternehmung zurückziehen,welche mir nie mitgcthcilt worden ist'!" warf Roland ein. —„Hat die Königin, habt Ihr, hat irgend Jemand mir irgendeine Anmuthung zu ihrem Dienst gemacht, die ich zurückgewiescnhätte? Oder habt Ihr mich nicht Alle von Euren Berathschla-