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Sinnen durch eine so einfache Frage zu stören, habt doch dieGüte mir zu sagen, was aus Eurem Rosenkränze gewordensein mag."
„Er ist verloren, meine Dame, schon seit geraumer Zeitverloren," antwortete Roland, halb in Verlegenheit und halbärgerlich.
„Und dürft' ich fragen," fuhr Katharine fort, „warumIhr ihn nicht durch einen andern ersetzt habt? — Ich hättefast Lust," sprach sie, eine Schnur Perlen von Ebenholz mitGold verziert aus ihrer Tasche ziebend, „Euch einen zu schen-ken, als ein Andenken und zur Erinnerung an frühere Bekannt-schaft."
In dem Tone, mit welchem diese Worte gesprochen wurden,war ein kaum merkliches Zittern, welches sofort Rolands Acr-ger in die Flucht schlug und ihn an Katharinens Seite brachte.Sie aber nahm augenblicklich wieder ihren gewöhnlichen kühnenund festen Ton an. „Ich habe Euch nicht geheißen, Euch sonahe zu mir zu setzen," sprach sie; „denn die Bekanntschaft,von der ich so eben sprach, ist seit geraumer Zeit starr undkalt, todt und begraben."
„Da sei Gott vor!" entgcgnctc Roland. „Sie hat nurgeschlafen, und jetzt, schöne Katharine, wo Ihr wünscht, daßsie erwache, reicht ein Pfand Eurer wicdcrkehrendcn Gunst — "
„Nein, nein!" unterbrach Katharine, den Rosenkranzzurückziehcnd, nach welchem er die Hand ausstrcckre. „Ichhabe mich eines Besseren besonnen. Was sollte ein Ketzer mitdiesen heiligen Perlen thun, welche von dem Vater der Kircheselber geweiht sind?"
Roland drückte schmerzvoll die Augen zu, denn er sah,wo das Gespräch hinaus wollte, und daß es peinlich werden