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5 (1851) Der Abt
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zu sein schic». Diesen Spaß, dessen Inhalt ihm verborgen blieb,nahm der unglückliche Kammerjunkcr als eine neue Beleidigungund cs steigerte sich seine unwirsche Ernsthaftigkeit, was ihnferneren Spötteleien hätte aussetzen können, wenn Maria nichtmitleidige Rücksicht auf ihn genommen hätte.

Mit einem Takte und einer Zartheit, die kein Weib inhöherer Vollendung besaß, begann sie den Unmuth ihres hoch-herzigen Dieners zu besänftigen. Die Vortrcfflichkeit der Fische,die er so eben gefangen, der Wohlgeschmack und die herrlicheRothe der Forellen, wegen deren der See berühmt ist, gab ihrAnlaß, ihren Dank auszusprcchen für diesen angenehmen Zusatzzu ihrer Mahlzeit, zumal an einem jour 6s jeüne, undführte dann weiter zu Fragen über den Platz, wo die Fischegefangen worden, über ihre Größe, Eigenheiten, die Zeiten, wosie am besten sind, und zu einer Vergleichung zwischen den Fo-rellen in Lochleven und zwischen denen in den Seen und Flüssenvon Südschottland. Die üble Laune Rolands war nie hartnäckig;sie schwand wie Nebel vor der Sonne, und bald verlor sie sichgänzlich in einem belebten Vortrage über Forellen aus dc.mLochleven, über Forellen aus der See, über Flußforellen, Föhren,Reutel, welche nie nach einer Fliege schnappen, über Barsche,, welche Einige für junge Salinen halten, über Herlinge, welchesich häufig in der Nith finden, über Wendisse, die nur in demBurgsee von Lochmaben Vorkommen. Und so ging es fort betihm mit dem Eifer und der Begeisterung eines jungen Waid-mannes, bis er bemerkte, daß das Lächeln, mit welchem dieKönigin ihm anfangs zugehört hatte, allmälig erstarb, und daßsich Thräncn aus ihren Augen hervordrängten. Er hielt plötz-lich inne und fragte bekümmert, ob er das Unglück gehabt habe,ohne sein Wissen Ihrer Durchlaucht Unannehmlichkeit zu ver-ursachen?