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len. Und ferner geb' ich Euch zu bedenken, daß, wer sich zumKämpen jeder hochgebornen Frau auswerfen will, welche derUnbeständigkeit in Treue und Tracht beschuldigt wird, höchstwahrscheinlich alle Hände voll zu thun bekommen wird."
„Geh, geh," erwiderte der Burgvogt in gutmüthigem Tone,„du bist ein verrückter Junge, der nichts Ernsteres treibenkann, als ein Netz auswerfen oder einen Habicht fliegen lassen."
„Wenn Euer Geheimniß Katharinen Seyton betrifft," be-merkte Graemc, „dann liegt mir Nichts daran; das könnt Ihrdem Fräulein meinetwegen sagen. Gelegenheit, mit ihr zusprechen, kann sie Euch schaffen, wie bisher; das weiß ich."
Die plötzlich in Douglas' Antlitz aufsteigcnde Röthe über-zeugte den Kammerjunker, daß er den rechten Fleck getroffenhatte, während er doch eigentlich nur in's Blaue hinein geredet.Der Gedanke fuhr Rolanden wie ein Dolch durch's Herz. SeinGefährte ergriff, ohne weiter ein Wort zu reden, die Ruderund fuhr rasch der Insel und dem Schlosse zu. Die Diener-schaft lud die gemachte Beute aus, und die beiden Fischer trenn-ten sich schweigend und begaben sich jeder auf sein Gemach.
Roland verbrachte eine Stunde mit Murren gegen Katha-rine Seyton, die Königin, den Rcichsvcrwcser und das ganzeHaus Lochleven, Georg Douglas an der Spitze. Mittlerweilekam die Zeit herbei, wo er der Königin bei Tische aufzuwartenhatte. Als er sich zu dem Ende anklcidcte, verwünschte er diedarauf gewandte Mühe, welche er sonst mit kindischer Putzliebeals etwas gar Wichtiges betrachtet hatte. Seinen Platz hinterdem Stuhle der Königin nahm er mit einer Miene beleidigterWürde ein. Diese Miene konnte der Beobachtung Mariensnicht entgehen und kam ihr vermuthlich lächerlich vor, denn sicflüsterte ihren Frauen Etwas auf französisch zu, worüber FrauFleming lachte und Katharine halb ergötzt und halb beschämt