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darauf bedacht zu sein, jeden besonderen Verkehr der jungenLeute miteinander abzuschneiden, und verwandte zum BestenKatharinens den ganzen Reichthum ihrer Klugheit und Er-fahrung, welche sie als Mutter der Ehrenfräulein der Königineingesammelt und durch welche sie sich den gründlichen Haßdieser Fräulein zugezogcn hatte. Zufälliges Zusammentreffenkonnte jedoch nicht immer verhütet werden, sonst hätte Katha-rine selber bemüht sein müssen, dergleichen zu vermeiden, undRoland weniger begierig, es zu suchen. Ein Lächeln, ein Spott,eine beißende Bemerkung, gemildert durch einen schalkhaftenBlick, war Alles, was die Zeit bei solchen Gelegenheiten »er-stattete. Allein solche Augenblicke boten keine Gelegenheit, dieErörterung der Umstände ihres Bckanntwerdcns wieder an-zuknüpfen, so daß Roland fortwährend im Dunkel blieb überdie Erscheinung des Edelknaben im Purpursammetmantcl inder Herberge zum S. Michael.
Die Wintermonate schlichen langsam dahin, der Frühling kamund mit ihm bemerkte Roland Graeme allmählich eine Verände-rung an seinen Mitgefangenen. Da er kein besonderes Geschäfthatte, welches seine Aufmerksamkeit stark in Anspruch genom-men hätte, und da er, wie junge Leute von seinem Alter, seinerErziehung und seinem Stande, ein Auge auf Alles hatte, wasum ihn vorging, so begann er zu vermuthen und glaubte amEnde fest, daß bei seinen Mitgefangenen Etwas im Treibensei, was sie ihn nicht wissen lassen wollten. Er erhielt ziem-liche Gewißheit, daß die Königin auf einem ihm unbekanntenWege Verbindungen jenseits der Mauern und des Wassers umihr Gefangcnhaus herum unterhielt und im Geheimen die Hoff-nung auf Befreiung oder Flucht nährte. In ihren Gesprächenmit ihren Damen wußte sie, wenn Roland zugegen war, nichtimmer ihre Bekanntschaft mit dem, was in der Welt vorging,