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diesem Schloß sein, thcure Fleming, und mein Sinn wird sozahm und sanft sein wie der Eurige."
Maria Flcmings Halten auf Form und äußere Würde konntediesen herzlichen Worten nicht widerstehen. Sie erwiderte Ka-tharinens Liebkosungen, und antwortete auf ihre letzte Bemer-kung: „Verhüt' cs Gott, theure Katharine, daß Ihr irgendEtwas von Eurer Heiterkeit und Munterkeit verlieren solltet,die Euch so wohl anstcht. Haltet nur Euren Witz diesseits derGrenze der Tollheit, und er wird lediglich eine Wohlrhat füruns sein- Aber laß mich gehen, tolle Dirne, ich höre den Rufunserer Allergnädigsten Frau." Damit machte sie sich los, undging nach der Thür von Mariens Gemach, aus welchem manden leisen Ton einer silbernen Pfeife vernahm, wie sie gegenwär-tig noch die Hochbootsmänner auf Kriegsschiffen führen, damalsaber in Ermangelung der Klingeln das gewöhnliche Mittel warenfür Frauen, selbst vom höchsten Rang, ihre Dienerschaft zu rufen.Nachdem sie aber etliche Schritte gegen die Thür gemacht, drehtesie sich um, näherte sich dem Pärchen, welches zurückblieb, undsprach leise, aber in ernstem Tone: „Ich hoffe, cs ist unmög-lich, daß irgend Jemand von uns je vergessen kann, daß wir,so wenig unserer auch sind, den Haushalt der Königin von Schott-land bilden, und daß in ihrem Unglück alle kindische Lustigkeitnur dazu dienen kann, ihren Feinden einen Triumph zu bereiten,welche bereits reichlich alle kleinen Thorheiten ausgebcutct haben,die von der munteren Jugend an ihrem Hofe begangen wordensind." Mit diesen Worten verließ sie das Gemach.
Auf Katharine Scyton schien diese Erinnerung einen tiefenEindruck zu machen. Sie sank auf den Sitz zurück, von welchemsie aufgcstandcn war, um Frau Fleming zu umarmen, und saßeine Zeitlang stumm da, die Stirn auf ihre Hände gestützt.Roland Graeme betrachtete sie mit Aufmerksamkeit, und mit