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5 (1851) Der Abt
Entstehung
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einer Mischung von Gefühlen, die er vermutlich selber wedersondern noch erklären hätte können. Als sic langsam ihr Hauptaus der Lage erhob, in welche eine augenblickliche Unzufriedenheitmit sich selbst cs gesenkt hatte, begegneten ihre Augen denenRolands und belebten sich allmählig wieder mit ihrem gewöhn-lichen Ausdruck neckischer Lustigkeit, welcher sehr natürlich einenähnlichen Ausdruck in denen des eben so munteren Jünglingshervorrief. Einige Minuten saßen sie so da, sich einander an-sehend mit Ernst in den Zügen und Scherz in den Blicken, bisendlich Katharine das Stillschweigen brach.

Dürfte ich bitten, schöner Herr," sprach sie im gesetztenTone,mir zu sagen, was Ihr in meinem Gesichte sehet, dasEuch veranlaßt, eine so schlaue Miene anzunehmcn. Wenn manden Blick betrachtet, mit dem Ew. Wohlgeboren mich beehren,so sollte man fast glauben, daß eine wundersame Vertraulichkeitzwischen uns besteht. Und doch, so wahr mir Unsere liebe Frauhelfe! Hab' ich Euch nur zwei Mal in meinem Leben gesehen."

Und welches waren diese glücklichen Anlässe, wenn ich sofrei sein darf zu fragen?" cntgcgnete Roland.

Im S. Katharinenkloster zum Ersten," antwortete dasFräulein,und zum Zweiten während fünf Minuten eines ge-wissen Streifzuges, welchen es Euch gefiel in die Wohnungmeines Herrn Vaters, des Freiherrn von Scyton zu machen,von welchem Ihr zu meinem und vcrmuthlich auch zu EurerVerwunderung zurückkommt mit einem Zeichen der Freundschaftund des Wohlwollens, anstatt mit zerschlagenen Knochen, welcheletztere eher als Lohn zu vermuthcn waren, in Betracht desJähzornes des Hauses Seyton. Ich fühle mich tief gekränkt,daß Eure Erinnerung der Auffrischung bedarf in Bezug auf einenso wichtigen Gegenstand: und daß mein Gedächtniß in Bezug