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5 (1851) Der Abt
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Kerker leben und sterben wollte, wenn sie nur ihre gnädige Kö-nigin bedienen dürfte?"

Nein, wenn Ihr ernstlich schmält, 'ist mein Scherz zuEnde," erwiderte Katharine Seyton.Ich möchte in Anhäng-lichkeit an meine arme Pathin der ernsthaftesten Dame nichtnachstehen, welche je weise Sprüche auf der Zunge und einenzwiefach gestärkten Kragen um den Hals gehabt hat. Ihr wißtes, ich möchte es nicht, Dame Maria Fleming, und es hießemich beschimpfen, wollte man das Gegcntheil behaupten."

Sie wird die andere Hofdame herausfordern," dachteRoland,sie wird ihr gewiß den Handschuh hinwerfen, undwenn Dame Maria Fleming das Herz hat, ihn aufzuheben, sowerden wir einen förmlichen Zweikampf erleben!" Aber die Ant-wort der Frau Maria Fleming war der Art, den Grimm zubesänftigen.

Du bist ein gutes und treues Kind, Katharinchen," sprachsie.Aber Gott stehe Demjenigen bei, der eines Tages ein soichönes Geschöpf zu seiner Wonne und ein so böses Ding zuseiner Qual haben wird. Du bist im Stande zwanzig Ehegattenrasend zu machen."

Ei was," erwiderte Katharine.Derjenige muß schonhalb verrückt sein, welcher mir Gelegenheit dazu gibt. Aberich bin froh, daß Ihr nicht im Ernst böse auf mich seid," fuhrsie fort, sich in die Arme ihrer Freundin werfend und sic aufbeide Wangen küssend.Ihr wißt, thcure Fleming, daß ich zukämpfen habe, sowohl mit meines Vaters Stolz, als mit meinerMutter Hoffart. Gott segne sie! sie haben auf mich dieseguten Eigenschaften vererbt, da sie mir sonst-wenig zu hinter-lassen haben, wie jetzt die Zeiten sich gestalten. So bin ich dennnaseweis und muthwillig; aber laßt mich nur eine Woche in