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5 (1851) Der Abt
Entstehung
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des Kammerjunkers, drückte diese Empfindung durch einen Blickgegen ihn aus und sprach zu Katharinen:Ihr konntet wohlsagen, daß unser Mitgefangener wohlgeborcn und sein erzogenist. Ich möchte ihn nicht durch mein Lob eitel machen, alleinseine Dienste lassen uns recht gut die von Georg Douglas missen,welche dieser sich nicht anders bcquemt uns zu leisten, als wenndie Königin selber zugegen ist."

Hm! Das möcht' ich doch bezweifeln," cntgegnete Katha-rine.Georg Douglas ist einer der hübschesten Herren in Schott-land, und es ist ein Vergnügen, ihn zu sehen, selbst jetzt, wodie Düsterheit von Schloß Lochlevcn ihm- dasselbe Ansehen vonSchwcrmuth gegeben hat, das cs allen anderen Gegenständenverleiht. Als er zu Holyrood war, wer hätte da Voraussagenmögen, daß der junge, muntere Douglas sich dazu verstehenwürde, hier in Lochleven den Schließer zu spielen, und keinenbesseren Zeitvertreib zu haben, als ein paar hülflose Weiber ein»zusperrcn! ein sonderbares Amt für den Ritter vom bluten-den Herzen! Warum überläßt er es nicht seinem Vater oderseinen Brüdern!"

Vielleicht geht es. ihm wie uns, daß er keine andereWahl hat," antwortete Frau Fleming.Aber, Katharine, duhast deinen kurzen Aufenthalt am Hofe wohl benutzt, daß dudich noch erinnerst, was Georg Douglas damals war."

Ich habe meine Augen gebraucht, was ich vcrmuthlichsollte, und cs war der Mühe werth. Als ich im Kloster lebte,waren sie ein sehr unnützes Zubehör, und jetzt, wo ich zu Loch-leven bin, dienen sie zu Nichts, als auf die unendliche Stickar-beit zu sehen."

Ihr sprecht so, da Ihr kaum erst ein Paar kurze Stun-den bei uns seid. Ist dies das Mädchen, welches in einem