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Er entfernte sich langsam, wie er gekommen war, und mitdemselben Ansehen tiefer Niedergeschlagenheit- Ihm auf demFuße folgten die Bedienten. Die beiden Damen setzten sich zuTische, und Roland Graeme stand bereit, sie zu bedienen. Ka-tharine Seyton flüsterte ihrer Gesellschafterin Etwas zu unddiese fragte darauf leise, mit einem Blicke auf Roland: „Ister von edlem Blut und wohl erzogen?" Die Antwort schien zubefriedigen, denn sie wandte sich sofort an Roland mit den Wor-ten: „Setzt Euch, Junker, und cßt mit Euren Mitgefangenen."
„Erlaubt mir lieber, meine Schuldigkeit in Bedienung der-selben zu thun," entgegnete Roland, begierig, zu beweisen, daßer die Regeln des Rittcrthums inne hatte, welche Ehrerbietunggegen das schöne Geschlecht/zumal gegen Frauen und Jung-frauen von Stande, vorschrieben.
„Herr Junker," sprach Katharine, „es wird Euch wenigZeit für Euer Mahl bleiben. Verliert sie nicht mit Förmlich-keit, oder Ihr möchtet Eure Höflichkeit bereuen, ehe der nächsteMorgen kommt."
„Eure Rede ist zu frei, Mädchen," fiel die ältere Dameein. „Die Bescheidenheit des jungen Mannes kann Euch zumMuster dienen in Eurem Benehmen gegen Einen, den Ihrheute zum ersten Mal gesehen habt."
Katharine schlug die Augen nieder, warf aber vorher einenunbeschreiblich schalkhaften Blick auf Roland. Diesen redeteihre Gesellschafterin sodann im Tone einer Beschützerin an:
„Achtet nicht auf sie, Junker; sie weiß wenig von derWelt außer den Formen eines Klosters auf dem Lande. NehmtEuren Platz am Ende des Tisches ein und erquickt Euch nachEurer Reise."
Roland gehorchte willig, denn dies war die erste Speise,die er an diesem Tage genoß. Lindesay und sein Gefolge schie-