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versetzte Ruthvcn. „Solche Streiche sind dir doch schon seitlangen Jahren aus dem Sinne."
„Beurth.eilt mich nicht schief, Ruthvcn," entgegnete Lindesay,„Ihr gleicht dem geschliffenen stählernen Brustschildc, das sichschöner ansieht, aber nicht weicher, nein, zehnmal härter ist alsein Glasgower Brustharnisch von gehämmertem Eisen. Genug.Wir kennen einander."
Sie stiegen die Treppe hinab und man hörte sie die Booteherbcirufen. Die Königin bedeutete ihrem Kammerjunker, sichin das Borzimmer zu verfügen und sie mit ihren Frauen alleinzu lassen.
Anmerkung zum zwei'undzwanzigsten Kapitel.
Die Einzelheiten der in vorstehendem Kapitel geschilder-ten merkwürdigen Begebenheit sind Dichtung, die Begebenheitan sich aber ist geschichtlich. Ritter Robert Lindesay, Bruderdes Herausgebers der Denkwürdigkeiten, erhielt zuerst den kitz-lichen Auftrag, die gefangene Königin zur Niederlegung ihrerKrone zu bewegen. Als er sich rundweg weigerte, denselbenzu übernehmen, wurde beschlossen, den Freiherrn von Lindesayabzuordnen, einen der Rohesten und Gewaltthätigsten in der Par-tei, mit dem Austrage, erst gute Worte zu geben, und wenndiese nicht hälfen, härter zu reden. Knox nennt den Freiherrnvon Ruthven als Mitabgeordneten. Dieser war der Sohn jenesRuthven, welcher die Hauptrolle bei Rizzio's Ermordung ge-spielt hatte, und von ihm und Lindesay zusammen stand wenigErbarmen' zu erwarten.
Die Anwendung so plumper Werkzeuge deutete auf dieEntschließung Derer, welche die Königin in ihrer Gewalt hatten.
Der Adt. n. tO