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Rosse and zehn guten und treuen Rittern um mich, dann wollt'ich eher meine ewige Verdammniß unterschreiben, als meineThronentsagung. Aber hier, in der Burg Lochleven, mit tiefemWasser rings um mich und Euch, edle Herren, neben mir —habe ich keine andere Wahl. Gebt mir die Feder, Mclville,und seid Zeuge dessen, was ich thue, und weshalb ich es thue."
„Wir hoffen, Ew. Durchlaucht wird sich nicht als durchBesorgnis vor uns gezwungen betrachten, zu unterzeichnen, tva sEuer freiwilliges Werk sein muß."
Die Königin hatte sich schon über den Tisch gebückt unddie Pergamente vor sich gelegt. Als sie aber Ruthvens Wortehörte, blickte sie auf, legte die Feder hin und sprach: „Wennman von mir die Erklärung erwartet, daß ich meine Kronefreiwillig niederlege und anders als gezwungen durch Androhungvon größerem Unheil gegen mich und meine Untcrthanen, dannwill ich meinen Namen nicht unter eine solche Unwahrheitsetzen — auch wenn ich dadurch wieder in vollen Besitz von Eng-land, Frankreich und Schottland kommen könnte — Reiche,die mir einst alle gehörten, entweder wirklich besessen oder demRechte nach."
„Hütet Euch, Madame," rief der ergrimmte Lindesah,und faßte dabei mit seiner gepanzerten Hand den Arm derKönigin und drückte ihn heftiger als er eigentlich wollte„Hütet Euch, mit Denen zu streiten, welche die Stärkeren sind,und welche Euer Schicksal in der Hand haben!"
Er hielt ihren Arm gefaßt, ihr grimmig in die Augen sehend,bis Ruthven sowohl wie Melville ihm zuriefen: „Schämt Euch!"während Douglas, bisher ein scheinbar gleichgültiger Zuschauer,sich von der Thür aus in Bewegung setzte, um sich drein zulegen. Der rohe Freiherr ließ los und verbarg seine Beschä-mung über diesen rohen Ausbruch seiner Leidenschaft unter einem