und aufrichtiger Zustimmung. — Ihre Boote sind bereits be-mannt. O! erlaubt Eurem alten Diener, sie zurückzurufen!"
„Melville," sprach die Königin, „du bist ein alter Hof-mann. Wann hast du je gesehen, daß ein regierender HerrUnterttzanen zurückgerufcn hat, weiche mit solchen Worten vonihm geschieden waren, wie diese Botschafter des Rathes — ohnedaß dieselben vorerst sich gedemüthigt und entschuldigt hätten?Mag es mich Leben und Krone kosten, ich will sie nicht mehrvor mir erscheinen heißen."
„O, edle Frau," bat Melville, „sollte eine leere Förmlich-keit hier ein Hinderniß sein? Wenn ich Euch recht verstehe,so seid Ihr nicht ungeneigt, auf guten Rath zu hören. — DochEure Bedenklichkeit ist gehoben. Ich höre, sie kommen zurück.Euch um Eure Entschließung zu fragen. — Folgt dem Rathsdes edlen Scyton, und Ihr werdet vielleicht wieder über Diegebieten, welche sich jetzt einen Triumph über Euch anmaßen.Still! ich höre sie im Borsaale."
Kaum hatte er geendigt, so öffnete Georg Douglas dieThür und führte die beiden Freiherren ein.
„Wir kommen, Madame," sprach Ruthven, „Eure Ant-wort auf die Vorlage des Rathes zu fordern."
„Euer letztes Wort," fügte Lindesay hinzu, „Denn mitEurer Weigerung müßt Ihr die Ueberzeugung verbinden, daßIhr Euer Schicksal beschleunigt und auf die einzige noch übrigeMöglichkeit verzichtet habt, Euren Frieden mit Gott zu machenund Euren Aufenthalt in dieser Welt zu sichern."
„Edle Herren," sprach Maria mit unbeschreiblicher Anmuthund Würde, „den Nebeln, welchen wir nicht widerstehen kön-nen, müssen wir uns unterwerfen. Ich will diese Pergamenreunterschreiben mit derjenigen Freiheit, welche meine Lage mir»erstattet. War' ich dort an jenem Ufer mit einem flüchtigen