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Klinge gewickelter Pergamcntstreifen >siel auf die Erde. Karha-rine Seyton hob ihn hastig auf.
„Es ist meines Vaters Handschrift," sprach sie, „und csenthält ohne Zweifel seinen pflichtschuldigen Rath an Ew. Ma-jestät. Ich wußte, daß man vorhatte, dies Schwert zu schicken,aber ich erwartete einen andern Ueberbringer."
„Meiner Treu', schönes Kind," dachte Roland für sich,„wenn Ihr nicht wußtet, daß ich der Ueberbringer einer so ge-heimen Botschaft war, so wußte ich es noch weniger."
Die Königin betrachtete das Pergament und versank intiefes Nachdenken. Endlich sprach sie: „Herr Robert Melvillc,dieser Zettel enthält den Rath, mich in das Unvermeidlichezu fügen und die von diesen harten Männern Überfrachten Ur-kunden zu unterzeichnen, als eine Person, welche den Eingebun-gen natürlicher Furcht vor den Drohungen von Empörern undMördern folgt. Ihr, Herr Robert, seid ein weiser Mann, undSeyton ist sowohl klug wie tapfer. Keiner von Euch Beiden,denk' ich, würde mich in dieser Angelegenheit mißleiten."
„Edle Frau," sprach Melville, „ich besitze nicht die Körper-stärke der Freiherren Herries und Seyton, aber im Diensteiferfür Ew. Majestät will ich hinter Keinem von Beiden zurück-stehen. Ich kann nicht kämpfen für Euch, wie diese Herren,aber Keiner von ihnen ist mehr bereit, in Eurem Dienste zusterben."
„Ich glaube cs, alter und treuer Rathgebcr," erwidertedie Königin; „und glaube mir, Melville, ich habe dir nur einenAugenblick Unrecht gethan. Lies, was Herr Seyton Uns ge-schrieben hat, und gib Uns deinen besten Rath."
Er überblickte das Pergament und antwortete: „O, meinetheure königliche Gebieterin! Nur Vcrrath könnte Euch einenandern Einschlag geben, als Herr Seyton'hier angcdeutet hat.