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für die Verachtung deines Rathes büßte! Treuer Ritter undechter Edelmann! welch ein Unterschied zwischen dir und diesenbösen Rüthgebern, welche jetzt mein Leben bedrohen dafür, daß ichkn die von ihnen gelegten Schlingen gefallen bin!"
„Madame," sprach Ruthven, „wir wissen, daß Ihr eineRebncrin seid; und deshalb vermuthlich hat der Rath Leutehierher geschickt, welche mehr mit dem Krieg vertraut sind, alsmit der Sprache der Schulen oder den Ränken der Staats-klughcit. Wir begehren bloß zu wissen, ob Ihr gegen Zusiche-rung Eures Lebens und Eurer Ehre die Regierung des König-reichs Schottland niedcrlcgen wollt."
„Und welche Gewähr habe ich," fragte die Königin, „daßIhr den Vertrag halten werdet, wenn ich meinen königlichenStand austausche gegen Einsperrung und gegen die Erlaub-nis, im Stillen zu weinen?"
„Unsere Ehre und unser Wort," antwortete Ruthven.
„Das sind zu geringe und schwache Bürgschaften, edlerHerr," erwiderte die Königin. „Fügt wenigstens eine Hand-voll Distelflaum hinzu, um ihnen Gewicht in der Wagschalezu geben."
„Fort, Ruthven!" rief Lindcsay. „Sie ist stets taub ge-gen alle Zureden gewesen, außer von Speichelleckern und Fuchs-schwänzern. Laßt sie bei ihrer Weigerung verharren!"
„Wartet, gnädiger Herr," sprach Herr Robert Melville,„oder vielmehr, »erstattet mir nur einige Minuten Gehör vonSeiten Ihrer Durchlaucht. Wenn meine Anwesenheit zu irgendEtwas dienen soll, so muß ich die Eigenschaft eines Vermitt-lers haben. Ich beschwöre Euch, verlaßt das Schloß nicht undbrecht die Verhandlung nicht ab, bis ich Euch Nachricht bringeüber die endliche Willensmcinung Ihrer Durchlaucht."
„Wir wollen eine halbe Stunde im Saal warten," ent-