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die Schuld auf mich, auf mich, der das Leben verbittert, derenGlück zerstört worden ist, durch Euren Zwiespalt. Habe ichmich nicht selber genöthigt gesehen, an der Spitze von wenigenBegleitern durch Berge und Wildnisse zu ziehen, um den Frie-den zu erhalten und der Unterdrückung zu steuern? Hab' ichnicht den Harnisch auf dem Leibe und Pistolen an meinemSattel getragen, genöthigt mich weiblicher Sanftmuth und derWürde einer Königin zu entäußern, um meinem Gefolge einBeispiel zu geben?"
„Wir geben zu, Madame," sprach Lindesay, „daß diedurch Eure schlechte Regierung vcranlaßtc-n Kämpfe Euch wohlzuweilen mitten in einer Maskerade oder in einem Hopser auf-geschrcckt, oder daß dieselben den Götzendienst der Messe oderdie jesuitischen Rathschläge eines französischen Gesandten ge-stört haben. Aber die längste und beschwerlichste Reise, diemeines Wissens Ew. Durchlaucht unternommen hat, war vonHawick nach Schloß Hermitage*), und ob diese zum Wohlcdes Staates oder zu Eurer Ehre gereichte, das zu entscheidenüberlaß ich Eurem Gewissen."
Die Königin wandte sich zu ihm mit unaussprechlicherLieblichkeit in Ton und Geberde und mit dem bezauberndenBlick, den der Himmel ihr verliehen hatte, als wollte er zeigen,daß die herrlichsten Gaben oft unvermögend find, die Zuneigungder Menschen zu gewinnen. „Lindesay," sprach sie, „in so bar-schem Tone und mit so groben Vorwürfen habt Ihr nicht zumir gesprochen an jenem schönen Sommerabend, wo Ihr undich zusammen nach der Scheibe schossen gegen den Grafen vonMar und gegen Maria Livingstone und ihnen den Abendimbißabgewannen im Hausgarten zu S. Andrews. Der Junker von
) Zum Besuch des verwundeten Bothwell,