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Tone unerschütterlichen Ernstes und indem er die Urkundeaufrollte, „dies ist die Urkunde, durch welche Ew. DurchlauchtEuren nächsten Blutsverwandten, den ehrenfestesten und zuver-lässigsten Eurer Unterthancn, Jakob, Grafen von Murray, zumRcichsoerweser während der Minderjährigkeit des jungen Kö-nigs bestellt. Er hat seine Bestallung bereits vom GeheimenRathe."
Die Königin stieß einen schwachen Schrei aus, schlug dieHände zusammen und rief: „Kommt dieser Pfeil aus seinemKöcher? — von meines Bruders Bogen? — Ach! ich habeauf seine Rückkehr aus Frankreich gewartet, als auf mein ein-ziges, wenigstens nächstes, Mittel zu meiner Befreiung! Dochals ich hörte, daß er die Regierung übernommen, da vermutheteich, er würde sich schämen, sie in meinem Namen zu führen."
„Madame, ich muß um Eure Antwort auf das Begehrendes Rathes bitten," sprach Ruthven.
„Das Begehren des Rathes!" erwiderte die Königin.„Sagt lieber, eines RäuberhaufcnS, der mit Ungeduld derThcilung der Beute entgcgensieht. Aus ein solches Begehren,vermeldet durch den Mund eines Berräthcrs, dessen Schädel,wäre mein weibisches Mitleid nicht dazwischen getreten, längstüber dem Sladtthor hätte stehen müssen, auf ein solches Be-gehren hat Maria von Schottland keine Antwort."
„Ich hoffe," erwiderte Ruthven, „daß der Widerwille Ew.Durchlaucht gegen meine Person die Starrheit Eurer Ent-schließung nicht vermehren wird. Wohl mögt Ihr bedenken,daß der Tod des Günstlings Rizzio dem Hause Ruthven Hauptund Führer gekostet hat. Mein Bater, mehr wcrth als einganzes Land voll solcher Schmarotzer, ist im Elend und mitgebrochenem Herzen gestorben."
Die Königin drückte ihre Hände vor das Gesicht, lehnte