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zuführen können. Sagt, meine Herren, ich hätte mich ver-hört, sagt zur Ehre des schottischen Adels und zu Eurer ei-genen, daß meine sehr getreuen Wettern von Lindesay undRuthven, zwei Freiherren von kriegerischem Rufe und altemStamme, nicht das Gefangenhaus ihrer guten Gebieterin be-sucht haben zu einem solchen Zwecke, wie diese Worte andeuten.Sagt um Ehre und Treue willen, daß meine Ohren mich ge-täuscht haben! "
„Stein," erwiderte Ruthven ernst, „Eure Ohren täuschenEuch nicht. Sic haben Euch damals getäuscht, als sie sichgegen die Predigt des Evangeliums verschlossen und gegen denehrlichen Rath Eurer treuen Unterthanen, und als sie offenstanden der Schmeichelei von Dankverdienern und Berräthern,ausländischer Kammerdiener und inländischen Gesindels. DasLand kann nicht länger die Regierung einer Person dulden,die sich selber nicht zu regieren weiß. Darum bitte ich Euch,dem letzten Wunsche Eurer Unterthanen und Rathgeber zuwillfahren und Euch und uns die Verhandlung so unangeneh-mer Gegenstände zu ersparen."
„Und ist das wirklich Alles, was meine liebenden Untcr-thancn von mir begehren, gnädiger Herr?" fragte Maria ineinem Tone bitterer Ironie. „Begnügen sie sich wirklich mitder Gefälligkeit, daß ich die Krone, welche mir kraft meinerGeburt zukommt, einem Kinde überlasse, welches nicht viel überein Jahr alt ist? — daß ich mein Sceptcr wegwcrfe und eineKunkel ergreife? O nein! das ist zu wenig verlangt. Dieseandere Pergamentrolle enthält Etwas, das nicht so leicht zubewilligen ist, und was meiner Bereitwilligkeit, den Bittenmeiner Unterthanen zu entsprechen, einen höheren Werth ver-leihen kann."
„Dies Pergament," antwortete Ruthven in demselben