Zw eillndzwanzigstcs Kapitel.
Von meinem Haupt leg' ich die schwere Last,
Aus meiner Hand den schweren Herrscherstab;
Mit meinen Thronen wasch' ich ab die Salbung,
Mit meiner Hand gcb' ich hinweg die Krön',
Mit meiner Zung' entsag' ich meiner Hoheit,
Mit meinem Hauch lös' jeden Diensteid ich.
Richard II.
Der Freiherr von Ruthven hatte Blick und Haltung einesKriegers und Staatsmannes. Die Mannhaftigkeit seiner Ge-stalt und Züge hatte ihm bei seinen Vertrauten den Beina-men Grcysteil verschafft, von dem Helden einer damals allbe-kannten Romanze. Seine Kleidung, ein gestickter Büffelrock,war halb kriegerisch, trug jedoch nicht die schmutzige Nachlässig-keit zur Schau, wie der Lindesay's. Aber als Sohn eines un-glücklichen Vaters, und als Vater einer noch unglücklicheren Fami-lie, hatte er in seinem Gesichte einen Zug unheimlichcr'Düsterheit,wie ihn die Physiognomen jener Zeit Denen zuschrieben, welchezu einem gewaltsamen und schrecklichen Tode bestimmt seien.
Das Entsetzen, welches das Erscheinen dieses Herrn beider Königin hervorbrachte, schrieb sich von seiner Theilnahmean der Ermordung David Rizzio's her. Ruthvens Vater