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5 (1851) Der Abt
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und Ihr, Fleming, sollt uns das Traktätlein 11e8 kocloinon-tn<1e8 e8ju>gnole8 auslesen."

Verzieht ein wenig, Madame," antwortete Lindesay, sei-nerseits crröthend. Ich kenne Euren Witz zu lange, um des-wegen hiehergekommen zu sein, damit Ihr seine Schneide aufKosten meiner Ehre wetzen möchtet. Herr Ruthvcn und ich wirhaben uns mit Herrn Robert Melville zu Ew. Durchlaucht ver-fügt, um Euch aus Auftrag des Geheimen Rathes Etwas vorzu-legcn, welches die Erhaltung Eures Lebens und die Wohlfahrt desStaates betrifft."

Des Geheimen Rathes?" entgegnete die Königin.Mitwelcher Vollmacht kann er bestehen oder handeln, während ich,von der seine Gewalt ausfließt, hier in ungebührlicher Haft ge-halten werde? Doch einerlei! Was die Wohlfahrt Schott-lands betrifft, soll Marien Stewart stets willkommen sein, kommecs von welcher Seite es wolle, und was ihr eignes Lebenanlangt, so hat sie dasselbe lange genug gehabt, um seiner müdezu sein, selbst im Alter von fünfundzwanzig Jahren. Wo istEuer Mitgesandter, gnädiger Herr? Was zaudert er?"

Eben kommt er, edle Frau," antwortete Melville, undin demselben Augenblick trat der Freiherr von Ruthven ein miteinem Packete in der Hand. Als die Königin seinen Gruß er-widerte, ward sie todtcnbleich. Augenblicklich aber sammelte siesich wieder, mit der vollen Kraft ihres Willens ihr Gefühl bc-meisternd. Der Freiherr, dessen Erscheinen sie so heftig erschüt-tert zu haben schien, war begleitet von- dem jüngsten Sohn desRitters von Lochleven, von Georg Douglas, der in Abwesen-heit seines Vaters und seiner Brüder, unter der Leitung seinerGroßmutter, der älteren Frau von Lochleven, die Stelle einesWurgvogtes versah.