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5 (1851) Der Abt
Entstehung
Seite
118
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Ihr habt da einen zuverlässigen und gewichtigen Reise-gefährten, gnädiger Herr. Ich denke, Ihr habt nicht erwartet,hier einen Feind zu finden, gegen welchen eine so furchtbareWaffe nöthig wäre. Es ist, dünkt mich, eine etwas sonderbareZierde an einem Hofe, obwohl ich, wie ich muß, zu sehrStewart bin, um mich vor einem Schwerte zu fürchten."

Es ist nicht das erste Mal, Madame," versetzte Lindesay,indem er das Schwert so drehte, daß das Ortband auf der Erderuhte, und indem er die Hand auf den großen Kreuzgriff stützte,es ist nicht das erste Mal, daß dies Gewehr sich in die Ge-genwart des Hauses Stewart cingcdrängt hat."

Möglich, gnädiger Herr," erwiderte die Königin.Esmag wohl meinen Borfahren Dienste geleistet haben. EureVorfahren waren treue Unterthanen."

Allerdings, Madame, hat cs Dienste geleistet," antworteteder Freiherr,aber solche, wie sie Könige nicht gern anerkennennoch belohnen. Es war der Dienst, welchen das Messer demBaume leistet, wenn es in's grüne Holz schneidcr und ihm denüberflüssigen Wuchs üppiger und unfruchtbarer Schößlingenimmt, welche ihm die Nahrung entziehen."

Ihr sprecht in Räthseln, gnädiger Herr," versetzte Maria;ich hoffe, die Erklärung enthält nichts Beleidigendes."

Ihr mögt urtheilen, Madame," antwortete Lindesav-Mit diesem guten Schwerte ward Archibald Douglas, Grafvon Angus, umgürtet an dem denkwürdigen Tage, wo er denNamenHäng'-der-Katz-die-Schcll'-an" dafür erwarb, daßer aus der unmittelbaren Umgebung Eures Urgrcßvaters, Ja-kobs des Dritten, einen Schwarm von Höflingen, Schmeichlernund Günstlingen wegriß und sie nachher auf der Brücke vonLauder aufhenkte, zur Warnung für solches Gezücht, wenn essich je wieder dem schottischen Throne nahen sollte. Mit diesem