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5 (1851) Der Abt
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Mißgriff zu machen, und ich hoffe, ihr Thun wird nicht miß-deutet werden."

Unmöglich!" sprach die Königin.Die Gnade, welcheder Tochter so vieler Könige, der Königin dieses Landes, dieBedienung durch zwei Kammerfrauen und durch einen Knaben«erstattet, ist eine Huld, welche Maria Stewart nie genug an-erkennen kann. Hm! Mein Gefolge wird eben so ansehnlichsein, wie das einer Dame vom Lande in Eurem KönigreicheFifc hier, abgesehen von dem Mangel eines Kammer-Herrn undzweier oder vier Bedienten in blauen Röcken. Aber ich darfin meiner selbstsüchtigen Freude nicht die vermehrte Mühe undUnruhe vergessen, welche diese glanzvolle Bermehrung UnseresGefolges Unserer gütigen Wirthin und dem ganzen Hause Loch-levcn verursachen wird. Diese wohlbedachte Sorge, merke ich,ist cs, welche Eure Stirn verdüstert, würdige Frau. Alleinberuhigt Euch. Die Krone Schottlands besitzt manch schönesGut, und Euer liebevoller Sohn, mein nicht minder liebevollerBruder, wird den guten Ritter, Euren Gemahl, eher mit dembesten darunter begaben, als daß Maria aus diesem gastlichenSchlosse darum entfernt werden sollte, weil Ew. Gnaden dieMittel fehlen zur Bestreitung des Aufwandes."

Die Douglas von Lochleven," versetzte die Burgfrau,wissen schon seit langen Jahren ihre Pflicht gegen den Staatzu erfüllen, ohne dabei Lohn im Auge zu haben, selbst wennihre Aufgabe beschwerlich und gefährlich ist."

Ei, nein, liebe Frau von Lochlevcn," spottete die Königin,Ihr seid gar zu ängstlich. Nehmt immerhin ein hübsches Gutan. Was anders sollte zum Unterhalte der Königin von Schott-land an diesem ihrem Hoflagcr dienen, als ihre Krongüter?Wer anders sollte für die Bedürfnisse einer Mutter sorgen, alsein liebevoller Sohn, wie der Graf von Murray, welcher die