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5 (1851) Der Abt
Entstehung
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aus Amadis von Gallia oder aus dem Spiegel der Ritterschafthalten können. Aber indem er den derben, alten Lindesayschickte, wußte er, daß dieser zu einem irregeleiteten Weibe sosprechen würde, wie es ihre früheren Missethatcn und ihr jetzi-ger Zustand erfordern. Ich habe mich nicht um dies Geschäftbeworben, cs ist mir aufgeladen worden, und ich will michbei Vollziehung desselben mit nicht mehr Umständen belästigen,als schlechterdings nöthig sind."

Mit diesen Worten sprang der Freiherr vom Pferd, wickeltesich in seinen Mantel und streckte sich gemächlich auf den Ra-sen bis zur Ankunft des Bootes, welches maii jetzt von derBurg aus dem Ufer zurudern sah. Herr Robert Melville stieggleichfalls ab, und ging auf einer kurzen Strecke am Ufer «rufund nieder, die Arme über die Brust gekreuzt, oft nach demSchloß hinüberblickend mit einer Miene von Schmerz und Un-ruhe. Die übrigen Reiter saßen wie Bildsäulen auf ihren Ros-sen, ohne auch nur die Spitzen ihrer Lanzen zu bewegen, welchesenkrecht in die Höhe gerichtet waren.

Sobald das Boot sich einem kunstlosen Damm oder Lan-dungsplatz genähert hatte, in dessen Nähe der Zug Halt ge-macht, sprang der Freiherr von Lindesay von der Erde aufund fragte den Steuermann, warum er nicht ein größeres Bootzum Uebersetzen seines Gefolges mitgebracht habe?

Verzeiht," antwortete der Bootsmann,cs ist der aus-drückliche Befehl unserer gnädigen Frau, nicht mehr als vierPersonen hinüberzufahren."

Deine gnädige Frau ist eine weise Dame, daß sic michim Verdachte der Verrätherei hält," sprach Lindesay.Wennich dergleichen im Sinne hätte, was könnte mich dann hindern,dich und deine Leute in den See zu werfen und das Boot mitmeinen eignen Leuten zu besetzen?"