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5 (1851) Der Abt
Entstehung
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SS

ein Banner auf dem Dach der Burg ausgcsteckt und man er-blickte einige Gestalten, beschäftigt, ein Boot loszumachcn, wel-ches an dem Eiland lag.

Es wird eine Weile dauern, bis sie mit dem Boot her-überkommen," bemerkte der Nebenmann des Freiherrn.War'cs nicht gut, in die Stadt zu reiten und uns ein wenig zu-recht zu machen, ehe wir vor-"

Ihr könnt cs halten wie Ihr wollt, Herr Robert," un-terbrach ihn der Freiherr.Ich meines Theils habe keine Zeitauf solche Narrheiten zu verwenden. Sie hat mich manchenharten Ritt gekostet, und jetzt soll sie mir meinen abgeschabtenMantel und mein beschmutztes Wams nicht übel nehmen. Esist die Tracht, zu welcher sie ganz Schottland heruntergebrachthat."

Sprecht nicht so hart," entgegnete Herr Robert.Wennsie Unrecht gethan hat, so hat sie es hart gebüßt, und nach-dem sie die königliche Gewalt verloren hat, sollte man ihr nichtdie kleine äußerliche Huldigung entziehen, die ihr als Frauund Fürstin gebührt."

Ich sag' Euch nochmals, Herr Robert Mclville, thutwas Ihr wollt," versetzte Lindesay.Ich bin zu alt, um michals eine Zierde eines Frauengcmaches herauszuputzen."

Eines Frauengemaches, edler Herr!" sprach Melville miteinem Blick auf das plumpe, alte, thurmähnliche ^Gebäude.Wollt Ihr einen so schmeichelhaften Namen jenem büsteren,vergitterten Schlosse geben, dem Kerker einer gefangenen Kö-nigin?"

Nennt es, wie Ihr wollt," versetzte Lindesay.Hätteder Regent einen Botschafter senden wollen, der im Standewäre, zu einer gefangenen Königin zu sprechen, dann hättensich viele feine Herren an seinem Hofe gefunden, welche Reden

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