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5 (1851) Der Abt
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einer erlauchten, unglücklichen Frau eintrcten sollt, i» denDienst Mariens von Schottland."

Der Königin, gnädiger Herr?" fragte Roland, außerStande, seine Bewegung zu unterdrücken.

Der gewesenen Königin!" versetzte Murray mit einereigenen Mischung von Mißfallen und Verlegenheit in seinemTone.Ihr müßt Euch merken, junger Mensch, daß ihrSohn an ihrer Stelle König ist." Dabei seufzte er mit einerRührung, die halb natürlich und halb erzwungen sein mochte.

Und Hab' ich den Dienst bei Ihrer Majestät am Orteihrer Gefangenschaft zu versehen, gnädiger Herr"!" fragte Ro-land mit einer Einfalt und Geradheit, welche einigermaßenden klugen und mächtigen Staatsmann außer Fassung brachte.

Sic ist nicht gefangen!" antwortete Murray ärgerlich.Da sei Gott vor! Sie ist nur von den öffentlichen Geschäf-ten entfernt bis zu dem Zeitpunkt, wo die Ruhe und Ord-nung insoweit gesichert ist, daß sic ihre natürliche unbeschränkteFreiheit genießen kann, ohne daß ihr königliches Gcmüth denRänken verworfener und arglistiger Menschen ausgcsetzt wäre.Darum, und weil sie auf der andern Seite doch eine Diener-schaft haben muß, natürlich wie sie ihrer gegenwärtigen ab-geschlossenen Lage angemessen ist, erscheint cs als nothwcndig,daß die Personen in ihrer Nähe solche sind, auf deren Klug-heit ich mich verlassen kann. Ihr seht also, daß Ihr zu einemDienste berufen seid, der an sich höchst ehrenvoll ist, und durchdessen treuliche Erfüllung Ihr Euch den Regenten von Schott-land zum Freund machen könnt. Es ist mir gesagt worden,daß Ihr ein junger Mensch von ausgezeichneter Fassungskraftseid, und Euer Blick vcrräth mir, daß Ihr mich versteht. Indiesem Zettel sind die Einzelheiten Eures Dienstes weitläufigauseinander gesetzt. Das Wesentlichste aber, was von Euch