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zutragen, nebst der Erklärung seines Bedauerns, daß er sie be-leidigt, und der Versicherung seines Entschlusses, sich so in derWelt zu verhalten, daß sie sich des ihm zugewandtcn großmü-thigcn Schutzes nicht zu schämen brauche.
Der Falkner umarmte seinen jungen Freund, bestieg seinenkräftigen, wohlgenährten Klepper, den der Knecht an der Haus-thür bereit hielt, und schlug den Weg nach Süden ein. Dumpfund schwcrmüthig klang Rolanden der Hufschlag, als drücke erdas Herzeleid des gutmüthigen Reiters aus, der so still undniedergeschlagen von dannen ritt; und abermals fühlte der Jüng-ling sich allein in der Welt-
Michel Flieg-im-Wind ließ ihm nicht lange Zeit dieserEmpfindung nachzuhängen, sondern erinnerte ihn, daß er ihmaugenblicklich in den Palast folgen müsse, da der Regent frühMorgens in die Sitzung zu gehen pflege. Also kehrte Rolandnach Holyrood zurück, und Michel, ein beliebter alter Diener, derleichteren Zutritt bei dem Reichsverwcser hatte, als Manche,die höhere Stellen bekleideten, führte den Jüngling in ein klei-nes, mit Matten belegtes Gemach zur Audienz bei dem Ober-haupt des unruhigen schottischen Reiches.
Der Graf von Murray war in einen dunkelfarbigen Schlaf-rock gehüllt und in Mütze und Pantoffeln von demselben Stoff.Aber selbst in dieser nachlässigen Kleidung hielt er sein Rappierin der Hand, wie er immer beim Empfang von Fremden zuthun pflegte, mehr aus Nachgiebigkeit gegen die dringendenVorstellungen seiner Freunde und Anhänger, als aus eignerBesorgniß. Er erwiderte mit einem stillschweigenden Kopfnickendie tieft Verbeugung des Edelknaben und ging einigemal imZimmer auf und ab, seinen durchdringenden Blick auf Rolandheftend, als wolle er seine innersten Gedanken ergründen. End-lich brach er das Schweigen.