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nöthigtcn, einander erkennen möchten als geheime Arbeiter aneinem großen Werke? Erinnert Ihr Euch nicht, daß SchwesterMagdalcne und Dame Brigitte"-
„Brigitte und Magdalcne!" unterbrach ihn der Rothman-tel achselzuckend und mit einem Blicke des Bedauerns. „Dasist denn doch Wahnsinn und Träumerei. Hört, Meister Eichen-spitz, Ihr seid nicht wohl bei Trost; stärkt Euch mit einerKraftsuppc, deckt Euren schwachen Berstandcskastcn mit einerwollenen Nachtmütze, und Gott sei bei Euch."
Als er diese höfliche Abschiedsrede geschlossen, fragte ihnAdam Woodcock, der sich an den Lisch mit dem jetzt leerenKrug gesetzt hatte: „Nun, da Ihr Eure Botschaft ausgerichtcthabt, wollt Ihr jetzt freundschaftlich einen Becher mit unstrinken und ein gutes Lied anhören?" Und ohne eine Antwortabzuwarten, begann er:
„Der Papst z» Nom, der stolze Heid',
Hat uns zu lang geblendet —"
Wahrscheinlich hatte das starke Getränk eine Veränderungin dem Gehirn des Falkners hervorgcbracht, sonst würde er be-dacht haben, daß es gefährlich sei, an einem öffentlichen Ortepolitische oder theologische Scherze zu machen zu einer Zeit,wo die Gcmüther so aufgeregt waren. Doch hatte er Besin-nung genug, seinen Mißgriff einzuschcn und innczuhalten, alser bemerkte, daß das Wort Papst die Unterhaltung der ein-zelnen Gruppen unterbrach und daß Manche sich in die Brustwarfen und bereit zu sein schienen, an dem bevorstehendenStreit Thcil zu nehmen, während ordentlichere und vorsich-tigere Leute geschwind ihre Zeche bezahlten und Anstalten mach-ten, den Ort zu verlassen, ehe es Ernst wurde.
Dazu war alle Aussicht. Denn der fremde Edelknabe er-