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„Beruhigt Euch, Adam," bat Roland; — „und erlaubtmir, schöner Herr (denn so wollt Ihr ja jetzt angcrcdct sein), er-laubt mir die Frage, ob ich dies Schwert nicht hcrausziehendarf, bloß um zu sehen, ob der herrlichen Scheide und demkostbaren Griffe auch die Klinge entspricht?"
„Schlechterdings nicht," antwortete der Rothmantel. „Miteinem Worte: Ihr nehmt es unter der Bedingung, es nichteher zu ziehen, als bis Ihr den Befehl dazu von Eurer recht-mäßigen Herrscherin empfangt, oder Ihr laßt es in meinerHand."
„Unter dieser Bedingung und als aus Eurer freundlichenHand kommend, nehm' ich das Schwert an," sprach Roland,indem er cs ergriff. „Aber glaubt mir, wenn wir bei einerwichtigen Unternehmung zusammen arbeiten sollen, wie ichGrund habe zu glauben, dann wird Vertrauen und Offenheitvon Eurer Seite nöthig sein, um meinen Eifer gehörig anzu-feucrn. Ich dringe jetzt nicht weiter in Euch. Genug, Ihrversteht mich."
„Ich verstehe Euch?" fragte der Rothmantel mit einemAusdrucke des Erstaunens. „Ich will des Teufels sein, wenndaS wahr ist. Da steht Ihr und lächelt und kichert und machtein pfiffiges Gesicht, als ob wir über eine wichtige Jntrigueim Einverständnisse wären, und doch Hab' ich Euch in meinemLeben zuvor nicht gesehen."
„Was?" fuhr Roland auf; „Ihr wollt leugnen, daß wiruns schon einmal gesehen haben?"
„Ja, das will ich vor jedem christlichen Gerichtshof," ant-wortete der Rothmantel.
„Und Ihr wollt auch leugne», daß cs uns anempfohlenwar, unsere Gesichtszüge wechselseitig genau zu betrachten, damitwir uns unter jeder Verkleidung, zu welcher die Umstände uns