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warten und so fleischlose Rindsknochen, und an der Butter-kammcr und an der Kcllcrthüre so viel Rippenstöße, ohne daßdabei mehr zu gewinnen sei als Schmalbier, höchstens halbge-malzt mit doppeltem Zufluß von Wasser. „Doch, bei der heil'-gen Meß!" schloß er, als er die Speisen unter Rolands arbeit-samen Zähnen rasch verschwinden sah, „cs ist besser, das zubenutzen, was die Gegenwart bietet, als um die Vergangenheitzu jammern, sonst verliert man auf beiden Seiten."
Mit diesen Worten schob Adam Woodcock seinen Stuhlan den Tisch, zog sein Messer aus der Scheide (denn dies Eß-werkzeug führte damals Jedermann bei sich) und folgte demBeispiel seines jungen Gefährten, bei welchem für den Augen-blick die gespannte Erwartung der Zukunft vor der Befriedi-gung einer durch Fasten gesteigerten jugendlichen Eßlust zu-rückrrat.
Beide hielten, obwohl die Speisen sehr einfach waren, eineganz gehörige Mahlzeit auf Kosten der königlichen Küche, undAdam hatte, ungeachtet seines ernstlichen Tadels über dasSchloßbier, schon vier herzhafte Züge aus dem Humpen gethan,ehe es ihm wieder einfiel, daß er sich nachtheilig über dasselbegeäußert hatte. Dann warf er sich behaglich in einen altenGroßvaterstuhl, streckte sein rechtes Bein aus, schlug das linkedarüber und sah mit vergnügter Sorglosigkeit auf seinenjungen Gefährten hin. „Ihr habt ja mein Lied noch nicht ge-hört, welches ich für die Aufführung des Abtes von Unsinngedichtet habe," sprach er und stimmte lustig an:
„Der Papst zu Nom, der stolze Held',
Hat uns zu lang verblendet — "
Roland Graeme, welcher sich, wie man leicht denken kann,durch das Spottlied des Falkners nicht sehr erbaut fühlte, griff