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deren gesundem Verstand er selber keine sonderlich hohe Meinunghegte, — und jetzt war er, er wußte selbst nicht warum undin wieweit — der Mitwisser eines Staatsgeheimnisses geworden,dessen Bewahrung dem Regenten nicht gleichgültig war. Esverminderte nicht, sondern vermehrte im Gcgcntheil das Span-nende seiner unerwarteten Lage, daß er selbst nicht recht sah,was ihm denn eigentlich mit den Staatsgeheimnissen «»vertrautwar, in welche er unwillkürlich eingeweiht worden. Im Ge-gentheil, es war ihm wie Einem, der eine romantische Land-schaft zum ersten Mal erblickt und zwar in Nebel und Unge-witter. Während das Auge Felsen, Bäume und andere Ge-genstände ringsum nur undeutlich durchschimmcrn sieht, dünkenihm die verhüllten Berge und die mit Finstcrniß bedecktenSchlünde um so großartiger, deren Höhe, Tiefe und Ausdehnungzu ermessen der Einbildungskraft überlassen bleibt.
Jndeß Sterbliche, besonders in der appetitreichen Zeit vordem zwanzigsten Jahre, verlieren sich selten so weit auf demFelde philosophischer oder phantastischer Spekulation, daß sienicht die Stimme ihrer irdischen Bedürfnisse hörten. Mit wohl-gefälligem Lächeln begrüßte unser Held (wenn der Leser ihn sonennen will) das Wiedererscheincn seines Freundes Adam Wood-cock, der auf einer hölzernen Schüssel ein entsetzliches Stück ge-kochtes Rindfleisch, und auf einer andern eine reichliche Doppel-portion Gemüse, d. h. schottischen Langkohls, hereinbrachtc.Hinter Adam kam ein Stallknecht mit Brod, Salz und son-stigem kleinen Zubehör zu einer Mahlzeit. Als Alles auf demeichenen Tische stand, versicherte der Falkner, seitdem er denHof kenne, gehe es von «Lag zu Tag schlechter für die armenEdelleute und ihre Knechte; aber jetzt sei es nun gar ein wah-res Schinden eines Flohes um die Haut und den Talg. Dassei ein Gedränge zu dem Lhürchcn, da gebe es so grobe Ant-