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werdet, die Abtswahl dieses Lagdiebs Edward Glendinning zuvernichten."
„Euer Verlangen soll augenblicklich erfüllt werden," sprachder Reichsverweser, trat vor und rief: „Heda! Hyndman!"In diesem Augenblicke siel sein Blick auf Roland Graeme.„Meiner Treue, Douglas," sprach er, sich umwendend, „hiersind Drei zu Rathe gewesen."
„Und nur Zwei können einen Rath bewahren," erwiderteMorton, „der Bursch muß bei Seite geschafft werden."
„Pfui Morton! ein Waisenkind? — Hör' mein Kind, duhast mir einige deiner Fertigkeiten genannt. Kannst du dieWahrheit sprechen?"
„O ja, gnädiger Herr, wenn es mir dienlich ist," antwor-tete Roland.
„Es soll dir hier dienlich, und Unwahrhaftigkeit soll deinVerderben sein. Wie viel hast du gehört oder verstanden vondem, was wir hier zusammen gesprochen haben?"
„Nur wenig, gnädiger Herr," antwortete Roland uner-schrocken, „was meiner Fassungskraft angemessen war. Ichmeine, ich hätte: einen Zweifel aussprcchen hören an der Treuedes Ritters von Avenel, unter dessen Dach ich erzogen wordenbin."
„Und was hast du daraus zu entgegnen, junger Mensch?"fragte der Regent weiter, ihn scharf in's Auge fassend.
„Das hängt von dem Stande Derjenigen ab, welche gegendie Eb-re des Mannes sprechen, dessen Brod ich lange gegessenhabe," antwortete Roland. „Stehen' dieselben unter mir, sosag' ich: „Ihr lügt — und behaupte, meine Rede mit demStocke. Stehen sie mir gleich, so sag' ich desgleichen und binzum Kampfe mit dem Schwerte bereit. Stehen sie über mir"— Hier hielt er inne.