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„Sprich frei heraus!" sagte der Reichsverwcftr. „Alsowenn Höhere Etwas sagten, das der Ehre deines Herrn zunahe träte?"
„Dann würd' ich sagen," antwortete Graeme, „daß es übelgethan sei, dem Abwesenden Böses nachzusagen, und daß meinHerr ein Mann ist, der Jedem Rechenschaft von seinen Hand-lungen zu geben vermag, der sie ihm offen und mannhaft ab-vcrlangt."
„Und das wäre mannhaft gesprochen," versetzte der Regent.„Was meint Ihr dazu, Herr von Morton?"
„Ich meine," antwortete Morton, „wenn das Bürschcheneinem alten Freunde von uns eben so sehr in Verschlagenheit,wie im Gesichte gleicht, so möchte ein großer Unterschied seinzwischen dem, was er spricht, und dem, was er denkt."
„Und wem meint Ihr, daß er so sehr gliche?" fragteMurray.
„Ei, dem treuen und zuverlässigen Julian Avenel," ant-wortete Morton.
„Aber der Junge ist aus dem Streitigen Lande," entgtg-nete Murray.
„Das mag sein. Aber Julian war ein Wildschütz, der sicheinen weiten Gang nicht verdrießen ließ, wenn er einer schönenNicke auf der Fährte war."
„Tolles Zeug," versetzte der Reichsverwescr. — „He! Hynd»man! Neugier!" rief er dem Thürhüter zu, welcher soforteintrat, „führe diesen jungen Menschen zu seinem Gefährten. —Ihr beide," sprach er zu Graeme, „werdet euch bereit halten,auf den ersten Wink aufzusitzcn." — Damit winkte er ihmhöflich, sich zu entfernen und endigte die Zusammenkunft.