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„Mouton," cntgegncte Murray, „beargwöhnt mich nicht,— rührt nicht an meine Ehre. Ich habe genug von Ver-leumdungen von Feinden zu leiden; laßt mich nicht auch gegenden ungerechten Verdacht meiner Freunde zu kämpfen haben. —Wir sind nicht allein," fügte er hinzu, „sonst könnt' ich Euchmehr erzählen."
Mit diesen Worten führte er den Grafen in eine derZcnstcrvcrticfungen, in welcher sic unbehorcht ihr Gesprächfortsctzcn konnten. Roland bemerkte, daß die Unterredung leb-haft war, baß Murray ernsthaft und dringend in seinen Vor-stellungen zu sein schien, Morton aber mit eifersüchtiger undbeleidigter Miene zuhörte, welche sich allmählich bei den Zu-sicherungen des Regenten aufhcitcrte.
Als sie sich immer mehr in ihr Gespräch vertieften, wur-den sie lauter, indem sie wahrscheinlich die Anwesenheit desEdelknaben vergaßen, der so stand, daß sie ihn nicht sehenkonnten. Roland vernahm auf diese Weise mehr von ihrerUnterredung, als er Lust hatte zu hören. Denn niedrige Neu-gier nach den Geheimnisse» Anderer, wie man sic vielleicht beieinem naseweisen Edelknaben vermuthen konnte, war nie Ro-lands Fehler gewesen, und bei all seiner Unbesonnenheit konntees ihm nicht entgehen, daß cs gefährlich sei, Zeuge der gehei-men Unterredung dieser gefürchteten und mächtigen Männerzu werden. Indeß er konnte weder seine Ohren verstopfen,noch schicklicher Weise das Zimmer verlassen, und bis er sichauf ein Mittel besann, seine Anwesenheit bcmcrklich zu machen,hatte er bereits so viel von dem Gespräche gehört, daß seinplötzliches Vortreten als Unschicklichkeit erscheinen und vielleichteben so- gefährlich werden konnte, wie das ruhige Abwarten.Was er hörte, war nur ein Bruchstück, aus welchem ein mitden Zeitverhältnissen bekannter Politiker allerdings den Sinn des