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Ganzen hätte errathen können, welches aber den uneefahrncnJüngling nur auf unbestimmte Bermuthungen führte.
„Alles ist bereit," sprach Murray, „Lindesay reist ab. Siedarf nicht länger zögern. Ihr seht, ich handle nach EuremRath, und verhärte mich gegen mildere Rücksichten."
„Allerdings, gnädiger Herr," versetzte Morton, „wennes gilt, Macht zu erlangen, dann zaudert Ihr nicht und gehtkühn auf Euer Ziel los. Aber seid Ihr auch eben so sorgsam,das Gewonnene zu vertheidigcn und zu erhalten? — Wozudies Wesen von Dienern um sie herum? Hat Eure Schwesternicht Knechte und Mägde genug, um sie zu bedienen, daß Ihrauch noch dies überflüssige und gefährliche Gefolge »erstattet?"
„Schämt Euch, Morton! Einer Fürstin, meiner Schwester— kann ich ihr die gebührende Bedienung verwehren?"
„Ja," versetzte Morton, „so fliegen alle Eure Pfeile, —geschickt abgeschnellt und nicht übel gezielt; — aber ein Hauchnärrischer Zärtlichkeit kommt immer in die Quere und lenkt denBolzen vom Ziele ab."
„Sagt das nicht, Morton!" erwiderte Murray. „Ich habegewagt und gewirkt"-
„Ja," unterbrach der Graf, „genug, um zu gewinnen, abernicht genug, um zu erhalten. Zählt nicht darauf, daß sie sodenken und handeln wird. Ihr habt ihren Stolz tief verletztund sie an ihrer Macht angegriffen; ein Pflaster auf die Wundeist für Nichts. Die Sachen stehen so, daß Ihr den Namen ei-nes liebevollen Bruders verwirken müßt, um den eines kühnenund entschlossenen Staatsmannes zu behaupten."
„Morton!" rief Murray ungeduldig, „ich kann diese Vor-würfe nicht vertragen. Was ich gethan habe, Hab' ich gethan,was ich ferner thun muß, das will und werd' ich thun. Aber