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5 (1851) Der Abt
Entstehung
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Schuldigkeit und laß den Reichsverweser wissen, daß ich aufseinen Befehl warte."

Du bist ein naseweiser Bube, mir von meiner Schuldig-keit zu reden," sprach der Hofbeamte.Aber ich werde Gele-genheit finden, dir zu zeigen, daß du die deinigc versäumst.Einstweilen warte da, bis man nach dir verlangt!" Und damitschlug er dem Boten die Thür vor der Nase zu.

Michel Flieg-im-Wind, welcher sich während diesesWortwechsels von seinem jungen Begleiter fern gehalten hatte,nach dem Grundsätze aller Hoflcute aller Zeiten, überschritt jetztdie Klugheitsregel insoweit, daß er sich ihm wieder näherte.Ihr seid ein hoffnungsvoller Springinsfeld," sprach er,undich sehe, das alte Uorkshire hatte Recht mit seiner Behutsam-keit. Fünf Minuten seid Ihr am Hofe und habt Eure Zeit sowohl angewendet, daß Ihr Euch den mächtigen Thürhüter desRathszimmers zum Todfeind gemacht habt. Alter, Ihr hättetfast ebensowohl wagen dürfe», Euch mit dem Unter-Kellermeisterzu Überwerfen."

Einerlei, was er ist!" entgegnete Roland Gracmc.Ichwill Jeden, mit welchem ich spreche, lehren, mir höflich antwor-ten. Ich bin nicht von Avcnel gekommen, um mich in Holy-rood über die Achsel ansehcn zu lassen."

Bravo, mein Junge!" sprach Michel,Ihr habt einenhohen Sinn, wenn Ihr ihn nur behaupten könnt. Seht,die Thür geht auf."

Der Thürhüter erschien und sagte in höflicherem Tone, daßSeine Gnaden, der Regent, die Botschaft des Ritters von Avcnelvernehmen wolle. Eingeführt von ihm trat Roland in dasGemach, aus welchem so eben der Rcichsrath nach Beendigungseiner Sitzung entlassen worden war. In dem Zimmer standein langer eichener Tisch, umgeben von eichenen Stühlen ohne