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und freiwillig gegeben ist, kann weder geraubt noch gestohlenheißen."
„Ei, so häng' dich mit deiner Fanfarona*) um den Hals!"sprach der Falkner. „Wasser kann dich nicht ersäufen, Hanfnicht erdrosseln. Als Edelknabe meiner gnädigen Frau wirstdu fortgeschickt und als Edelknecht meines gnädigen Herrnkommst du wieder. Dafür, daß du einem Edclfrüulein in eingroßes Haus nachlaufst, erhältst du eine Kette sammt Schau-stück, wo ein Anderer de» Stock auf den Buckel, wenn nichtgar den Dolch in die Rippen gekriegt haben würde. — Dasind wir vor der alten Abtei. Nehmt Euer gutes Glück mitEuch, wenn Ihr über dies Pflaster geht, und Ihr werdet cszu Etwas bringen."
Mit diesen Worten hielten sie die Pferde an vor dem ho-hen gewölbten Eingang der Abtei oder des Palastes Holyrood,welcher den Endpunkt der von ihnen durchrittenen Gasse bil-dete. Der düstere Thorwcg führte in einen Hof, wo maneine unregelmäßige Steinmaffe mönchischer Gebäude vor sichhatte. Ein Flügel des Baues steht noch und bildet einen Thcildes zu Karls l. Zeit im neueren Geschmack erbauten Palastes.
Am Thor übergaben Adam und Roland ihre Pferde dembereitstchenden Knecht, welchem der Falkner im hohen Ton ge-bot, sie wohlbehalten in den Stall zu bringen, bemerkend:„Wir sind Leute des Ritters von Avencl." Rolanden flüsterteer zu: „Wir müssen uns hier geltend mache» als das, waswir sind, denn Leder wird hier für den angesehen, als den er
*1 So nannte man tue goldnen Ketten, welche die KriegSimmnerlener Zeit trugen. Das Wort ist spanisch; denn die Sitte, solche kost-bare Zierden zu trage», herrschte zuerst he! den Eroberern der neuenWelt.
Der Abt. II
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