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das Recht durch die Gewalt unterdrückt wird, dann, armerJunge! wird dein Leben nur kurz sein."
„Mag es kurz sein, wenn es nur ehrenrcich ist," entgeg-nete Roland. „Erlaubt mir nun, gnädiger Herr, mich EurerGnade zu empfehlen und mich zu entfernen. Ein Gefährtewartet mit meinem Pferde auf der Straße."
„Nimm wenigstens dies, junger Mann," sprach Herr Sey-ton, die Kette von seiner Mütze losmachend, „und trag es ummeinetwillen."
Mit nicht geringem Stolze nahm Roland das Geschenk an,welches er schnell um seine Mütze schlang.' Nochmals verbeugteer sich vor dem Freiherrn, verließ den Vorsaal, durchschritt denHof und erschien auf der Straße in dem Augenblicke, wo AdamWoodcock, ungeduldig über sein Ausbleiben, eben die Pferdewollte stehen lassen und ihn aufsuchen.
„In wessen Scheuer bist du zuletzt eingebrochcn?" rief er,indem ihm bei seinem Anblicke ein Stein vom Herzen siel, ob-wohl er Rolanden am Gesicht ansah, daß er einen sehr auf-regenden Auftritt gehabt hatte.
„Frag' mich Nichts!" rief Roland, lustig auf sein Pferdspringend. „Sieh', wie kurze Zeit dazu gehört, eine goldneKette zu gewinnen," sprach er, auf seine Mütze deutend.
„Nun, da sei Gott vor, daß du sie gestohlen oder ge-raubt hast," sprach der Falkner; „und wie du auf andereWeise dazu gekommen sein solltest, kann ich nicht begreifen.Ich bin oft hier gewesen, oft ganze Monate lang, aber keinMensch hat mir je eine Kette oder ein Schaustück gegeben."
„Du siehst, ich habe Beides nach kürzerer Bekanntschaftmit der Stadt gewonnen," antwortete der Jüngling. „Aberberuhige dein ehrliches Herz. Das, was rechtschaffen gewonnen